Warum ElitePartner

Der wissenschaftliche Personality-Test

Mit unserem wissenschaftlichen Personality-Test lernen Sie gezielt Singles kennen, die besonders gut zu Ihnen passen. Renommierte Psychologen haben den Test eigens für ElitePartner.de entwickelt und aktuelle Erkenntnisse aus der internationalen Beziehungsforschung berücksichtigt.

I. Persönlichkeit

Nähe contra Distanz

Freiheitswünsche und Bindungssehnsüchte - lassen sich diese Bedürfnisse in einer Beziehung verwirklichen? Oder sind sie unvereinbar und schaffen Konflikte, die sich nicht lösen lassen?

Jeder Mensch möchte einerseits seine Individualität entfalten, sich aber andererseits geborgen fühlen. Diese Bedürfnisse auszubalancieren, gehört zu den entscheidendsten Momenten innerhalb einer Beziehung. Natürlich gibt es in jeder Partnerschaft große Unterschiede im Ausprägungsgrad: Manche legen großen Wert auf Autonomie, andere wiederum wünschen sich eine sehr enge Beziehung zum Partner.

Der Grundstein für unseren Umgang mit Nähe und Distanz wurde schon früh - in unserer Herkunftsfamilie - gelegt; dort übernehmen wir bestimmte Verhaltensmuster. Kinder, die sich von ihren Eltern abnabeln, erfahren, dass dies entweder mit Stolz angenommen wird, oder dass dem mit Ambivalenz und in der Folge davon Verunsicherung für das Kind begegnet wird. Solch negative Erfahrungen können sich problematisch auf spätere Beziehungen auswirken.

Die entscheidenden Faktoren für die Qualität einer Partnerschaft sind eine von beiden Seiten als gelungen empfundene Regulierung von Nähe und Distanz sowie die Art und Weise, wie ein Paar mit dem Thema Selbständigkeit umgeht. Ganz wichtig: Beide müssen das Gefühl haben, vom jeweils Anderen mit ihren individuellen Nähe- und Distanzwünschen respektiert zu werden. Gelingt dies nicht, schleichen sich Konflikte und die Gefahr einer Trennung ein.

Viele Menschen suchen aufgrund früher Bindungsprobleme einen Partner, der ihnen das geben soll, was sie in sich selbst nicht finden können. Am Anfang einer Beziehung mag dies gut gehen, nach einer Weile aber kann sich gegenseitige Abwertung einstellen - Psychologen sprechen von einer "Kollusion". Extreme Gegensätze sollten daher eher nicht zusammenkommen, aber auch völlige Gleichheit in diesem Bereich ist nicht erstrebenswert, denn hier fehlt die Spannung in der Beziehung.

Autarkie und Versorgung

Wenn der Wunsch nach Unabhängigkeit und Versorgung bei beiden Partnern unterschiedlich stark ausgeprägt ist, kann es schnell zu Konflikten kommen. (Anmerkung: Das ist kein feststehendes Gesetz oder ein kausaler Zusammenhang, sondern nur ein relatives Verhältnis.)

Geben und Nehmen sind von zentraler Bedeutung für das Gelingen und die Qualität einer Beziehung. Oft prallen dabei zwei konträre Wünsche aufeinander: Ein Partner möchte versorgt werden und sich geborgen fühlen. Der andere möchte lieber unabhängig sein und alles für sich allein regeln. Hier ist es wichtig, eine Balance zwischen den beiden Bestrebungen zu finden.

Zwei extreme Positionen stehen sich gegenüber: Menschen mit einem übertriebenen Versorgungswunsch, die sich eher ängstlich anklammern oder sehr fordernd sind. Und Einzelgänger, die alles mit sich selbst ausmachen und jegliche Bedürftigkeit von sich weisen.

Der amerikanische Psychologe David Buss untersuchte den Versorgungsaspekt innerhalb einer Partnerschaft vor dem Hintergrund evolutionstheoretischer Überlegungen. Selbst im 21. Jahrhundert, so fand er heraus, schauen die meisten Frauen noch immer bei der Partnersuche auf den Status eines Mannes, um eine gewisse Sicherheit für sich selbst und die Versorgung des Nachwuchses zu gewährleisten. Dies tun sogar viele Frauen, die über das gebärfähige Alter längst hinaus sind. Männer hingegen achten bei Frauen meist auf das Äußere und ob eine Frau ihnen unbewusst vermittelt, gesunde Kinder gebären zu können.

Die amerikanische Sozialpsychologin Elaine Walster spricht sich in ihrer "Equity-Theorie" für eine faire Verteilung zwischen den Partnern aus. In einer stabilen und glücklichen Beziehung sollte also das gegenseitige Geben und Nehmen in der Wahrnehmung der Partner ausgeglichen und für beide zufrieden stellend sein. Wenn zwei unabhängige Charaktere sich in der Beziehung gleichermaßen wohl fühlen, steht ihrer gemeinsamen Zukunft nichts im Wege.

Dominanz und Unterordnung

Innerhalb einer Beziehung bergen Macht und Kontrolle großes Konfliktpotenzial. Eine gesunde Balance ist wichtig für das Gelingen einer Beziehung.

Menschen, die gern Kontrolle ausüben und dominant auftreten, sind meist sehr besitzergreifend. Anderen dagegen halten sich eher zurück, wenn es darum geht, Initiative zu zeigen. Ihnen ist das "Nein-Sagen" vielleicht zu anstrengend oder sie haben Angst vor den Konsequenzen. Sie ordnen sich deshalb einem dominanten Partner lieber unter.

In diesem Bereich können vor allem dann Probleme entstehen, wenn sich die Partner unbewusst ihr genaues Gegenstück aussuchen. Wenn jemand das Verhalten seines Partners immer wieder als sehr dominant empfindet, kann es daran liegen, dass er sich aufgrund seiner Persönlichkeit in der untergeordneten Rolle sieht und sich damit ausgeliefert fühlt.

Aber gerade dieses wehrlose Verhalten fordert den Anderen oft zu seinem dominanten Verhalten heraus, provoziert es gerade. Durch dieses besondere Beziehungsmuster landen die Partner in einem sich gegenseitig verstärkenden Wechselspiel, das vielleicht am Anfang einer Beziehung funktioniert. Mit der Zeit werden sich aber beide Seiten immer mehr verausgaben und erschöpfen. Insbesondere sehr besitzergreifende Männer haben ein hohes Risiko, durch ihr Verhalten in einer längerfristigen Beziehung zu scheitern. Dies belegte der deutsche Psychologe Dr. Rainer Banse in einem aktuellen Forschungsprojekt.

Aber auch wenn sich zwei Partner in ihrem Verhalten zu sehr ähneln, kommt es zu Konflikten. Dies gilt besonders, wenn zwei sehr dominante Menschen aufeinander treffen. Optimal für eine funktionierende Partnerschaft ist ein gesunder Abstand, so dass keiner der beiden Partner das Gefühl hat, vom anderen dominiert zu werden oder sich sklavisch unterzuordnen.

II. Schicksals-/Wachstumserwartung

Erwartungen an eine Beziehung

Jeder Mensch hat eine andere Einstellung zur Partnerschaft, andere Hoffnungen und Wünsche. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten der Erwartung: Schicksals- und Wachstumserwartungen.

Wenn zwei sich kennen lernen, haben sie immer große Erwartungen und Hoffnungen an eine eventuelle Beziehung, davon können wir uns alle nicht freisprechen. Wichtig ist allerdings, so die Psychologen Klaus A. Schneewind und Jürg Willi, dass die Partner an eine gemeinsame Entwicklung in ihrer Beziehung glauben und den jeweils anderen auch an der eigenen Entwicklung teilhaben lassen. Wir lassen uns auf einen Prozess ein, der eine ständige (positive) Herausforderung bedeutet und die Beziehung immer wieder erneuert.

Der Psychologe C. Raymond Knee von der Universität Houston unterscheidet zwei "Erwartungstypen" voneinander: Der "Schicksalsorientierte" sieht den Verlauf einer Beziehung schon von Beginn an als sehr stark vom Schicksal abhängig und ist weniger davon überzeugt, die Beziehung durch eigenes Verhalten positiv entwickeln zu können. ("Es ist wichtig, gleich den Richtigen zu finden"). Hingegen glaubt der "Wachstumsorientierte" eher an seinen eigenen Einfluss innerhalb der Partnerschaft und daran, selbst für das Zusammenpassen verantwortlich zu sein ("Man muss an einer Beziehung arbeiten").

Mit einer positiven Grundeinstellung können Sie selbst entscheidend zum Gelingen Ihrer Beziehung beitragen. Denn im Idealfall besteht in einer Partnerschaft eine ausgewogene Mischung aus Wachstums- und Schicksalsorientierung. Daraus entsteht das größte Entwicklungspotenzial. Ganz praktisch bedeutet das: Zwar hat uns das Schicksal zusammengeführt, aber wir nehmen die Beziehung nicht als selbstverständlich hin. Beide sind bereit, etwas für den Erfolg der Partnerschaft zu tun.

III. Verhalten und Fähigkeiten

Wie wichtig ist die Kommunikationsfähigkeit?

Das Kommunikationsverhalten der Partner ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene Beziehung. Der Unterschied zwischen der Kommunikationsfähigkeit beider Partner sollte generell möglichst gering sein.

Ein wenig kommunikativer Mensch fühlt sich von einem sehr kommunikativen Gegenüber oft schnell überfordert. Umgekehrt kennt wohl mancher das Gefühl, eher einen Monolog zu halten und "gegen eine Wand zu sprechen" als im Dialog miteinander zu stehen - ein frustrierender Zustand.

Für eine gute Kommunikation brauchen wir vor allem die Fähigkeit, uns anderen zuwenden und öffnen zu können sowie ihnen dies über unser Verhalten zu zeigen. Wichtig ist dabei, die Gefühle, die wir für unseren Partner empfinden, auch aktiv zu kommunizieren und nicht für uns zu behalten. Es hat keinerlei Nutzen für die Beziehung, wenn wir zwar wissen, was wir für den Partner empfinden, ihm das aber nicht sagen. Für die Entwicklung und den Erhalt einer Beziehung ist das wenig förderlich.

Neben positiv verbaler Zuwendung sollten die Partner zudem bestimmte negative Kommunikationsstile vermeiden. Der US-Psychologe und Paarforscher John Gottmann spricht von "Vier apokalyptischen Reitern": Destruktive Kritik, Verachtung, Abwehr und Abblockung. Insbesondere destruktive Kritik wird häufig mit so genannten "Du-Botschaften" kommuniziert (z.B. "Du bist..." oder "Du machst immer..."). Diese Form der Kommunikation wird beim Gegenüber schnell als Vorwurf oder Angriff empfunden und führt meist zu Rückzug und Abwehr. Der eigentliche Inhalt der Botschaft kommt somit beim Gesprächspartner nicht an. Mit dem Formulieren von Ich-Botschaften können Sie diese Kommunikations-Sackgasse vermeiden. Drücken Sie Ihre Gefühle in der Ich-Form aus. Der Satz "Du hast dich mal wieder verspätet" sollte besser lauten: "Ich bin ärgerlich, weil du dich verspätet hast." Oder: "Ich bin enttäuscht, weil ich auf dich warten musste." Über Gefühle in der Ich-Form zu sprechen, ist übrigens auch ein zentraler Baustein der Emotionalen Intelligenz.

Das Verhältnis zwischen konstruktiven und destruktiven Elementen in der Kommunikation eines Paares sollte stimmen. John Gottman hat dafür eine Formel aufgesetzt: Das Verhältnis sollte bei 5:1 liegen. Auf eine destruktive Interaktion sollten fünf konstruktive folgen - dann ist die Zufriedenheit bei Paaren am größten. Auf einen heftigen Streit sollten - damit das kommunikative Gleichgewicht wieder hergestellt ist - fünf konstruktive Schritt zur Versöhnung folgen. Dass Paare, die sich häufig streiten, insgesamt unglücklicher sind als sehr harmonische Paare, ist somit widerlegt. Es kommt eben auf das Verhältnis an.

Wie steht es um Ihr Einfühlungsvermögen?

Grundpfeiler einer erfolgreichen Beziehung ist die Fähigkeit, sich in den Partner hineinversetzen zu können, Verständnis aufzubringen und sich in den anderen einzufühlen. Dabei ist ein Perspektivwechsel oft hilfreich.

Mit Perspektivwechsel ist gemeint, eine Situation auch aus der Sicht des Betroffenen beurteilen und einschätzen zu können. Das beschreiben unter anderem die Sozialpsychologen Gisela Steins und Robert Wicklund von der Universität Bielefeld. Allerdings garantiert ein Perspektivwechsel noch nicht, dass man den anderen und dessen Erleben auch wirklich verstanden hat. Zur reinen Einfühlung muss also noch das Verstehen hinzukommen. Die Fähigkeit des mitfühlenden Verstehens wird als "Empathie" bezeichnet.

Je ähnlicher sich die Partner in einer Beziehung sind, umso besser "verstehen" sie sich. Sie können sich dann leichter in den anderen hineinversetzen, seine unterschiedliche Haltung oder sein anderes Verhalten erkennen und nachvollziehen. Die Fähigkeit, sich in den Partner einzufühlen, nimmt übrigens nicht unbedingt mit der Länge der Beziehung zu, wie man erwarten könnte. Vielmehr steht schon relativ früh fest, wie sich die Partner aufeinander einstellen und in welchem Maße sie für das Gegenüber empathisch sein können.

Tragen Sie Ihre Konflikte aus - aber konstruktiv

Bei einem Konflikt stoßen zwei unterschiedliche Positionen aufeinander. Wenn es in einer Beziehung zu Spannungen kommt, enden sie häufig in Streit, Kämpfen und gegenseitigen Vorwürfen.

Im Idealfall sollten Konflikte in einer Beziehung auf konstruktive Art gelöst werden. Geschieht das nicht, wird es für die Partner schwer, wieder zueinander zu finden. Häufig eskaliert die Situation durch aggressives und Schuld zuweisendes Verhalten, auch "Abwehrverhalten" genannt. Das wirkt sich natürlich insgesamt negativ auf die Beziehung aus. Schlimmstenfalls empfinden wir die Anwesenheit des Partners nicht mehr als bereichernd und schön, sondern erleben Frustration und Schmerz, so der Psychologe Scott Stanley von der Universität Denver. Dies passiert häufig, wenn die erste Verliebtheit abgeebbt ist und die angesammelten Pluspunkte sozusagen aufgebraucht sind, also in der mittleren oder späten Phase einer Beziehung.

Abwehrverhalten entsteht, wenn wir Angst haben, uns nicht durchsetzen zu können oder unser Gesicht zu verlieren. Auch unangenehme Vorwürfe weisen wir oft von uns, um eine Auseinandersetzung mit ihnen zu vermeiden. Wenn wir dieses Verhalten jedoch kontrollieren oder sogar durch einen konstruktiven, offenen Austausch ersetzen können, steigen die Chancen, einer glücklichen Beziehung. Wichtig ist es dabei, zwischen Schuld und Verantwortung zu unterscheiden und dem Partner nicht für alles die Schuld zuzuschieben. In der Konsequenz bedeutet das: Wir müssen lernen, berechtigte Kritik anzunehmen und uns Fehler einzugestehen und damit die Verantwortung für unsere Beziehung zu übernehmen. Die besten Chancen hat eine Partnerschaft, wenn die Konfliktfähigkeit bei beiden in etwa gleich ausgeprägt ist.

Wie verarbeiten Sie Stress?

Oft liegt es am Stress, wenn sich eine Partnerschaft negativ entwickelt. Wichtig ist dabei, positiven und negativen Stress zu unterscheiden.

In einer Beziehung kommt es darauf an, auf welche Weise die Partner mit Stress umgehen. Jeder hat ein individuelles Maß, Stress zu empfinden, darauf zu reagieren und ihn zu verarbeiten. Dabei gilt es, positiven von negativem Stress, auch Disstress genannt, zu unterscheiden. So erleben wir es manchmal als anregend, wenn wir gefordert sind, um uns viel los ist und die Reize von außen nur so auf uns einprasseln. Doch geraten wir unter Druck, fühlen wir uns ausgeliefert und haben das Gefühl, die ganzen Anforderungen nicht mehr bewältigen zu können.

Merken sie, wann sie gestresst sind und können "positiven" von "negativem" Stress unterscheiden? Sind sie in der Lage, sich zu entspannen und Stress abzubauen? Eine positive Stressbewältigung wirkt sich auf eine Beziehung bestätigend und bereichernd aus. Die Partner erleben ein gestärktes Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn sie eine Problemsituation gemeinsam und konstruktiv bewältigen. Diese Erfahrung stärkt das Paar wiederum für eine gemeinsame Zukunft, so die Paarforscher Klaus A. Schneewind und Eva Wunderer. Dies gilt übrigens nicht nur für den Stress, der aus der Beziehung selbst entsteht, sondern auch für Stress von außen.

Wie ein Partner mit Stress umgeht, betrifft immer auch den jeweils anderen, denn er wird dadurch immer in Mitleidenschaft gezogen. Nicht nur der eigene Umgang mit Stress ist wichtig, sondern auch, dem anderen bei der Bewältigung von Problemen zur Seite zu stehen.

Welche Motive bestimmen Ihr Leben?

Das Verhalten eines Menschen wird stark von seinen Einstellungen und Zielen bestimmt. Diese "Handlungsmotive", wie man die verinnerlichten Wertvorstellungen und Ziele auch nennen könnte, sind bei jedem Menschen in unterschiedlicher Ausprägung und Kombination vorhanden. Die Erkenntnis über unsere Handlungsmotive hilft uns bei der Frage: "Was motiviert uns, was treibt uns an?" In Bezug auf die Partnersuche können wir damit erkennen, ob beide Partner ähnliche Ziele im Leben haben.
In Anlehnung an Forscher aus der Motivationspsychologie (zum Beispiel Henry Murray) erhalten Sie einen Überblick der unterschiedlichen Handlungsmotive. Das besondere daran ist die Darstellungsform: Auf Basis unserer eigenen, wissenschaftlichen Testentwicklung werden die Motive als Bilder dargeboten, so dass der unbewusste Anteil der Lebensziele mit berücksichtigt werden kann.

Hier bekommen Sie einen Überblick der unterschiedlichen Handlungsmotive. Welche bei Ihnen stark oder weniger stark ausgeprägt sind, erfahren Sie mit unserem kostenlosen Personality-Test.

Die 16 Handlungsmotive

Macht (Einfluss) - ehrgeizig, erfolgsorientiert, bestimmend Einfluss auszuüben und Verantwortung zu übernehmen ist charakteristisch für das Motiv Macht. Das Motiv kann sich auf viele verschiedene Arten zeigen: Einigen liegt viel daran, sich mit Menschen zu umgeben und anzuleiten. Andere machtmotivierte Personen verspüren mehr den Drang, produktive gegenständliche Arbeit zu leisten. Zur Verwirklichung der Ziele sind bestimmte Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft und Ehrgeiz notwendig.

Unabhängigkeit (Freiheit) - autonom, freiheitsliebend, selbstgenügsam Frei zu leben, ohne an die Weisungen anderer Menschen gebunden zu sein und selbst über sein Leben zu entscheiden, sind die Grundzüge des Unabhängigkeitsmotivs. Selbstbestimmung in verschiedenen Lebensbereichen führt für diese Menschen zu einem Gefühl der Autonomie. In manchen Bereichen wünschen sich jedoch auch solche Menschen Anschluss und Weisung. Einige streben beispielsweise beruflich nach Unabhängigkeit und besitzen dagegen im familiären Bereich ein hohes Anschlussbedürfnis.

Neugier (Erkennen und Lernen) - wissbegierig, wahrheitsliebend, erwartungsvoll Menschen unterscheiden sich darin, in welchen Bereichen und wie stark sie daran interessiert sind, Neues zu lernen und ihr Wissensbedürfnis zu befriedigen. Zugrunde liegt diesem Streben die Suche nach Wahrheit und allgemeingültigen Zusammenhängen. Das Motiv Neugier kann in verschiedenen Bereichen unterschiedlich stark ausgeprägt sein: Manche Menschen befriedigen ihre Neugier mit der intellektuellen Wissensaneignung, andere haben das Bedürfnis, durch Reisen neue Kulturen und Menschen kennen zu lernen.

Anerkennung (Bestätigung) - selbstsicher, angesehen, geachtet Das Motiv Anerkennung ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, liegt aber wahrscheinlich jedem Handeln in stärkerer oder schwächerer Form zugrunde. Die Befriedigung dieses Bedürfnisses führt über soziale Akzeptanz zu einer positiven Selbstbewertung. Das kann letztlich zu mehr Selbstsicherheit beitragen. Wer stark nach Anerkennung strebt, versucht möglicherweise, damit eigene Unsicherheiten zu kompensieren.

Ordnung (Regelung von Lebensvorgängen) - gut organisiert, zuverlässig, kontrolliert Der Grundzug dieses Motivs ist es, in möglichst allen Lebensbereichen berechenbare Vorgänge zu besitzen und Klarheit zu schaffen. Ordnungsmotivierte Menschen streben danach, alles klar zu strukturieren und zu planen. Bei ungeordneten äußeren Verhältnissen sind sie unzufrieden. Möglicherweise korrespondiert dabei die Herstellung der äußeren Ordnung mit der Regelung innerer Vorgänge.

Sparen (Ansammlung von Dingen) - bescheiden, sicherheitsorientiert, vorausplanend Die Ansammlung von Gegenständen oder von Geld ist für Menschen ein grundlegendes Motiv, um ein Sicherheitsgefühl zu erlangen. Der Besitz dient dazu, auf unvorhersehbare Wendepunkte im Leben vorbereitet und dagegen abgesichert zu sein. Das Motiv des Sparens unterscheidet sich grundlegend von dem Motiv Status. Bei Letzterem dient der finanzielle Wohlstand vor allem dazu, andere zu beeindrucken.

Ehre (Integrität) - prinzipientreu, loyal, rechtschaffen Dieses Motiv beschreibt die Verbundenheit mit traditionellen Werten, besonders denen der Herkunftsfamilie. Menschen, die dieses Motiv wählen, versuchen, nach bestimmten Prinzipien zu leben und Traditionen einzuhalten. Eigene Bedürfnisse werden zugunsten der Pflichterfüllung zunächst einmal zurückgestellt.

Idealismus (Gerechtigkeit) - gerecht, engagiert, uneigennützig Dieses Motiv beschreibt das Engagement für gesellschaftliche oder soziale Zwecke. Das Eingebundensein in gemeinnützige Vereine oder sogar die Initiation eigener Aktionen im Dienst der Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund. Idealismus-motivierte Menschen setzen sich stark für die Gesellschaft ein.

Beziehungen (sozialer Kontakt) - humorvoll, kontaktfreudig, aufgeschlossen Dieses Motiv steht für die Begegnung mit anderen Menschen und soziale Kontakte. Die Gründe, Beziehungen zu pflegen, können ganz unterschiedlich sein. Manche Menschen bilden beispielsweise ein Netzwerk, um vor allen ihren Status aufzuwerten. Der echte Wunsch nach Beziehungen umfasst jedoch vor allem die Suche nach Schutz und Geborgenheit in einer Gruppe sowie den Kontakt zu anderen, um gemeinsame Interessen und eine anregende Freizeitgestaltung zu pflegen.

Familie (Kinder) - kinderlieb, fürsorglich, verantwortungsvoll Dieses Motiv umfasst die Gründung einer Familie und die Erziehung eigener Kinder. Menschen, die dieses Motiv wählen, empfinden Kindererziehung als bereichernd und die Familie als zentralen Faktor für das Erleben von Eingebundenheit in die Gesellschaft.

Status (social standing) - geltungsbewusst, angesehen, wohlhabend Dieses Motiv beschreibt das Streben nach öffentlicher Aufmerksamkeit und Beachtung. Status-motivierte Menschen sind Prestige und Ruhm wichtig. Dies wird vor allem mit Statussymbolen wie beispielsweise teuren Autos oder universitären Titeln ausgedrückt.

Konkurrenz (Wettbewerb) - wettbewerbsorientiert, konkurrenzfähig, kämpferisch Dieses Motiv beschreibt das Streben danach, der Stärkere zu sein, zu gewinnen oder wenigstens einen Ausgleich zu einem vorangegangenen Rückschlag zu erhalten. Dieses Motiv führt zu Wettbewerb und ist eine entscheidende Triebkraft nicht nur für Zerstörung, sondern auch für Innovation. Auch wenn die Begriffe Konkurrenz oder gar "Rache" überspitzt klingen mögen, so beschreiben sie doch den inneren Impuls, der diesem Motiv zugrunde liegt und sich in konstruktiver oder zum Teil auch destruktiver Weise nach außen zeigt.

Romantik (Eros) - ästhetisch, sinnlich, erotisch Das Motiv Romantik beschreibt das Streben nach einem ästhetisch gestalteten Leben. Erotik und Schönheit gelten dabei als verschiedene Aspekte eines einzigen Strebens. So sind Menschen, die Wert auf Erotik legen, gleichzeitig fasziniert von den schönen Künsten, wie Musik, Malerei oder Poesie. In Bezug auf die Partnerschaft beschreibt der Begriff des Romantizismus darüber hinaus, wie sehr jemand an Liebe auf den ersten Blick glaubt; der Überzeugung ist, die Liebe bahne sich ihren Weg durch alle Hindernisse sowie den Glauben, dass der idealisierte Partner sein Ein und Alles sei.

Ernährung (Essen) - genießerisch, kulinarisch, schwelgerisch Das Konsumieren größerer Mengen oder besonderer Arten von Nahrung ist charakteristisch für dieses Motiv. Dabei beeinflusst die aktuelle Gefühlslage die Intensität, mit der jemand Nahrungsmittel wahrnimmt und seine Speisen auswählt. Essen ist sehr stark an Emotionen gebunden und beeinflusst in vielfältiger Weise, was und wie viel eine Person zu sich nehmen möchte.

Körperliche Aktivität (Sport und Fitness) - sportlich, dynamisch, kräftig Sportliche Aktivitäten dienen dazu, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und körperliches Wohlbefinden zu erlangen. Es ergeben sich Überschneidungen zu anderen Motivbereichen: So sind einige Menschen beispielsweise besonders körperlich aktiv, um ihre Fitness zu steigern, andere streben danach, ein gutes Körpergefühl herzustellen.

Ruhe (Entspannung) - entspannt, vorsichtig, geborgen Dieses Motiv umfasst die Suche nach Entspannung und emotionaler Stabilität. Es hat Einfluss darauf, welche Lebensumwelt ein Mensch sucht. So kann die Berufswahl darauf ausgelegt sein, dass jemand mit seinen Gefühlen wenig involviert ist, um Ruhe und inneren Frieden bewahren zu können.

 

Quelle: partnersuche.focus.de